Buchtipp – fast verschwitzt!

Gepostet am 31. März, 2010 um 15:03 Uhr
Kategorien: Film, TV & Presse, Lustiges, Neues.

eisertMeinen Kumpel und Kollegen Christian Eisert kennt ihr – der kommentiert manchmal als “tresie” die Beiträge des Wortvogels. Nicht nur zu Ostern ein alter Netz-Hase: Seine Webseite wird dieser Tage satte zehn Jahre alt, und ein Buch hat der fleißige Humorist auch geschrieben – welches ich blindlings empfehle(n kann). Er fährt übrigens tatsächlich Porsche (mitgenommen hat er mich allerdings noch nie), und dem Vernehmen nach komme ich auch im Buch vor…

“Tacho-Man” erscheint am 19.April, und derzeit verlost der Meister drüben bei sich ein paar Exemplare.

Gratulation von dieser Seite!

Cute Content: Überall – jetzt auch hier

Gepostet am 30. März, 2010 um 14:20 Uhr
Kategorien: Lustiges, Neues.

Meine These: Egal, wie beschissen der Tag war – dreimal dieses Video, und alles ist wieder gut:

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Und geradezu tränenrührend – der kleine Wolf:

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“We are the world” Japan: Das ist so falsch… und doch so richtig, irgendwie

Gepostet am 29. März, 2010 um 19:17 Uhr
Kategorien: Film, TV & Presse, Lustiges, Neues.

Aus einer Karaoke-Show, wenn ich das richtig verstehe:

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Der Wortvogel probiert wieder was aus: “Cinema on Speed”

Gepostet am 29. März, 2010 um 08:12 Uhr
Kategorien: Film, TV & Presse, Lustiges, Neues.

Vor ein paar Monaten habe ich bei Blinkenlichten in Düsseldorf den Piloten für eine Web-Kinosendung gedreht. Mit dem Ergebnis bin ich technisch, aber nicht inhaltlich oder darstellerisch glücklich – es zeigt sich wieder einmal, dass ich vor den Bildschirm gehöre, und nicht vor die Kamera.

Weil’s nun aber eh wurscht ist, sollt ihr wenigstens was zu lachen haben – der hier geht auf meine Kosten:

http://www.vimeo.com/5641057

Random Charts (12): Übersetzungs-Unfug

Gepostet am 27. März, 2010 um 00:07 Uhr
Kategorien: Film, TV & Presse, Lustiges, Random Charts.

Wanetschka_0159Holla! Als letztes Mitglied der Blattgold-Redaktion hat mich ein grippaler Infekt (oder eine godzilla-eske Erkältung, was weiß ich) darnieder geschlagen. Tage in verrotztem Nebel, Träume wie im Drogenrausch, keinerlei Zeitgefühl, selbst Direktsaft schmeckt nach Leitungswasser, und der Schüttelfrost letzte Nacht wurde sicher auf irgendeiner nach oben offenen Richterskala registriert. Ich komme mir vor wie ein Junkie auf Entzug – ohne den fragwürdigen Spaß der vorherigen Sucht.

Meine besten Freunde derzeit: Olynth, Kleenex, Grippostad, und Craig Ferguson.

Egal, da muss ich durch.

Weil die Geisteskraft für einen längeren Text nicht reicht, rekapituliere ich heute mal meine liebsten Übersetzungspatzer, die ihr gerne durch eigene Beispiele ergänzen dürft. Besonders wichtig ist mir der Beleg, dass es Übersetzungsfehler wirklich überall und in allen Formen gibt – nicht nur bei Kino- und TV-Synchronisationen.

Unangebracht ist dabei das Genöle über aktuelle Synchronisationen – auch früher wurde schon massiv geschlampt: Ich kann gar nicht mehr sagen, wie oft im Nachkriegskino der “detective” (im Sinne von Polizeibeamter) mit “Detektiv” (im Sinne von “private eye/detective”) übersetzt wurde. Der Sinatra-Film “Detektiv” hat den Fehler sogar im Titel. Trivia: Die Hauptfigur dieses Streifens wurde später zur Action-Ikone “John McLane” in den “Die Hard”-Filmen umgebaut.

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Das Folgende mache ich “aus dem Kopf”, also bitte ich kleinere Detailschwächen in der Wiedergabe zu entschuldigen.

Warnung – ab jetzt wird es schmerzhaft:

  1. In dem Buch “Der klassische amerikanische Zeichentrickfilm” von Leonard Maltin wird die “Punchline” (also die Pointe eines Gags) mit “Schlaglinie” übersetzt.
  2. In “Total Recall” nutzen die Bösewichte einen Sender in Arnolds Stirnhöhle, um ihn zu verfolgen. Im Original sagt der Typ mit dem Tracker in der Hand “I have a lock” (oder so). Korrekt wäre demnach “Ich habe ein Signal” oder “Ich habe eine Peilung”. Stattdessen wird “Ich habe ein Schloss” geradebrecht.
  3. Die erste Übersetzung von Stephen Kings Sachbuch “Danse Macabre” verdanken wir Joachim Körber, einem der glühendsten Verfechter dessen, was ich “Langenscheidt-Übersetzung” nenne: Wann immer man ein Wort nicht kennt, übersetzt man es 1:1, auch wenn es keinen Sinn ergibt (“schwarzer Pudding” für “black pudding”, “totes Ende” für “dead end”, etc.). So kommen dann auch Redewendungen wie “Er zeigte seine wahren Farben” (für “he showed his true colors“) zustande. Die neue Übersetzung ist deutlich besser, versagt aber bei der “amerikanisch-internationalen Produktion“, die im Original schlicht der Name einer Produktionsfirma (American International Pictures) ist.
  4. Ein ganz aktuelles Beispiel finden wir im Pressematerial zur DVD der vierten Staffel von “How I met your Mother”: “Großmaul Barney (Neil Patrick Harris) hingegen bleibt sich weiterhin treu und setzt seine Suche nach fairem Sex ungebremst fort”. Fairer Sex? Ähem – “fairer sex” ist nichts anderes als das “schönere Geschlecht“…
  5. Kein Übersetzungsfehler, aber eine ziemliche Schlamperei findet sich in Brian Aldiss Sachbuch “Der Milliarden Jahre Traum”: In diesem eigentlich extrem lesenswerten Sachbuch wird der Titel von Wells Erzählung “Men like Gods” an zwei Stellen verschieden übersetzt: Einmal als “Menschen wie Götter” und einmal als “Männer, Göttern gleich” (so ich mich recht erinnere). Da hat das Lektorat geschlafen.
  6. In der Zeichentrickserie “Megaman” ist mir ein Fehler aufgefallen, der die Lustlosigkeit der Synchroredakteure beweist: “Ein Lastwagen voller Nitrogen” (das letzte Wort deutsch ausgesprochen) ist natürlich Unfug. Der englische Begriff “nitrogen” steht simpel für “Stickstoff“.
  7. Ich kann nicht sagen, ob das ein generelles Problem bei den “Peanuts” ist, aber zumindest im Jahresband zum 50. Geburtstag der Cartoon-Serie werden die Baseball-Spiele der Kinder im Text konsequent zu Fußball umdeklariert (mit Einwurf, Ecke, Tor, etc.). Dass das mit den Bildern nicht überein stimmt, scheint niemanden zu stören.
  8. In der “Twilight Zone”-Neuauflage der 80er gibt es eine Episode namens “I of Newton”, in der ein Mathematiker mit dem Teufel konfrontiert wird. Dieser gewährt ihm einen Wunsch, fordert im Gegenzug die Seele – und erklärt, dass es keine Möglichkeit gäbe, das eine durch das andere zu verhindern. Der Mathematiker sagt schließlich einfach “get lost“, und der Teufel vergeht. In der deutschen Synchro sagt er (arg lippen-asynchron) “lös’ dich in Rauch auf“, was zwar dem folgenden Effekt entspricht, inhaltlich aber Unsinn ist.
  9. In diversen edlen Supermärkten in Flughäfen wie München und Hamburg werden die Produktbereiche auf englisch markiert. Über dem Kühlbereich mit den Getränken steht “Cooled Drinks“. Wenn ich mich nicht schwer irre, müsste das “Chilled Drinks” heißen. “Cooled” heißt eben nicht “gekühlt”.
  10. In “Explorers” von Joe Dante haben sich die Synchronredakteure gar keine Mühe bei der Recherche gegeben. Die Kids im Film reden sinnfrei von SciFi-Klassikern wie “Die Erde eine Insel” (“This Island Earth”, hierzulande “Metaluna 4 antwortet nicht“) und “Verbotener Planet” (“Forbidden Planet”, hierzulande “Alarm in Weltall“).
  11. Der Titel des französischen Films “La peau de Torpedo” (“Die Haut von Torpedo”) bezieht sich auf einen Mann, der sich die Identität eines anderen zulegt. Der deutsche Titel “Der Mann mit der Torpedohaut” klingt zwar knallig, ist aber total Banane.
  12. In einer deutsch untertitelten VH1-Sendung erzählte Phil Collins dereinst, dass er sich bei einer unangenehmen Situation vorkam “as if I was on ‘Oprah’ or something” (bezugnehmend auf die bekannte Talkshow von Oprah Winfrey). Der Übersetzer machte daraus “Ich kam mir vor wie in einer Oper“…
  13. Kürzlich auf B5 aktuell: US-Vizepräsident Biden versichert den Israelis, man verstehe das Problem mit den Attentaten der Palästinenser: “We get it“. Der Übersetzer macht daraus: “Wir werden das in den Griff kriegen.

Isses denn wirklich sooo schwer?!

Craig Ferguson: “I can explain that… give me a minute…”

Gepostet am 26. März, 2010 um 12:46 Uhr
Kategorien: Film, TV & Presse, Lustiges, Neues.
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XXX-TV: Porno geht in Serie

Gepostet am 25. März, 2010 um 14:43 Uhr
Kategorien: Film, TV & Presse, Lustiges, Neues.

batmanxxxEs ist kein neuer Trend, dass sich Sexfilme an erfolgreiche Kinostreifen und TV-Serien anlehnen, um deren Publikum zu ködern: “Muffy the Vampire Layer”, “Edward mit den Penishänden”, “Shaving Ryan’s Privates”, “Dallax”, etc. pp.

Neu ist allerdings, dass die dunkle Seite von Hollywood (aus lizenzrechtlichen Gründe so genannte) “Parodien” im Wochenrhythmus ausspuckt – teilweise gedreht in fast schon liebevoll rekreierten Sets, und manchmal erstaunlich nah an den Vorbildern. Es ist eine regelrechte Porno-Parodie-Epidemie!

Meine Vermutung: Die mittlerweile vollständig digitale Produktionsstrecke ermöglicht nicht nur preiswerte Parodien, sondern auch die Emulation des typischen Serien-Looks. Genau genommen hat ein Porno keinen geringeren Produktionsaufwand als eine Sitcom. Hinzu kommt, dass man sich den “Star Trek”-Porno noch unter dem Stichwort “Ironie” ausleihen kann, ohne gleich als Perversling zu gelten.

Da schauen wir doch mal genauer hin – im Namen der Wissenschaft! Keine Sorge: Die Trailer sind soweit alle halbwegs jugendfrei.

Ich hatte ja schon auf den aktuellen “Akte X”-Porno hingewiesen:

Please enable Javascript and Flash to view this Viddler video.

Zugegeben, ich habe in den Streifen mal reingeschaut – der ist für einen “Story-Porno” sehr gut gemacht und gespielt, und dem schlussendlichen Sex zwischen Mulder & Scully wird tatsächlich eine glaubwürdige Emotion untergeschoben. Da geht es um Liebe, nicht um Gerammel. Respekt.

Letztlich bleibt aber das Grundproblem solcher Sexfilme erhalten: Die rudimentäre Handlung stoppt alle fünf Minuten abrupt, um zehn Minuten Vögelei Platz zu machen. Wer diese Filme nicht zur persönlichen “Begeisterung” schaut, hält den Finger konstant auf der Vorspultaste…

Kurioserweise wird bei “Star Trek” immer noch die alte Serie parodiert:

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Noch nicht veröffentlicht ist “Batman XXX”:

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Ziemlich gut getroffen wurde der Look von “Scrubs”:

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(mehr…)

Letzte Meldung von der “Dr. Hope”-Front: Erfolgsmodell Kontrastprogramm

Gepostet am 25. März, 2010 um 09:16 Uhr
Kategorien: Film, TV & Presse, Neues.

Auf die Quote des zweiten Teils bin ich stolzer als auf die Quote des ersten – weil er gegen Fußball (10 Millionen Zuschauer) lief, und das ist immer extrem schwierig.

Meedia: “Erfolgreich gegen den Fußball behauptet hat sich im Gesamtpublikum vor allem “Dr. Hope”. Trotz des Fußballs hat der ZDF-Zweiteiler “Dr. Hope – Eine Frau gibt nicht auf” nur wenige Zuschauer verloren. Aus den 5,60 Mio. vom Montag wurden zum Abschluss 5,38 Mio. Der Marktanteil von 16,1% ist insbesondere mit der starken Fußball-Konkurrenz ein sehr guter.”

Quotenmeter: “Im ZDF gelang dem zweiten Teil von «Dr. Hope» ein Überraschungserfolg: Gegen das fast übermächtig erscheinende DFB-Pokal-Duell musste man nur recht geringe Verluste hinnehmen: 5,60 Millionen Menschen sahen am Montag zu, am Mittwoch schalteten im Schnitt noch 5,38 Millionen Bundesbürger zu. Die Quote sank im Vergleich zum ersten Teil um 0,9 Prozentpunkte auf 16,1 Prozent. Mit 7,3 Prozent Marktanteil lag der Film mit Heike Makatsch oberhalb des Senderschnitts. “

Und damit lasse ich euch erstmal in Ruhe, was “Dr. Hope” angeht. Danke für die Geduld.

Aus der Abteilung “Worauf die Welt nicht gewartet hat”: “Street Hawk” auf DVD

Gepostet am 24. März, 2010 um 20:08 Uhr
Kategorien: Film, TV & Presse, Lustiges, Neues.

Ich gebe es gerne zu: Ich fand den “Knight Rider“-Abklatsch “Street Hawk” seinerzeit besser als das Original – oder “Automan“. Nicht so gut wie “Airwolf” (immer noch der Maßstab, was Vehikel-Action angeht), aber wenigstens mit Musik von Tangerine Dream, und Rex Smith (Daredevil!) statt Hasselhoff.

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Die Serie heute auf DVD anzuschauen, ist eher ernüchternd. Dem Bike fehlt die Persönlichkeit, seine Tricks sind nicht sehr speziell, und die Plots sind dann doch eher dämlich.Wenigstens gibt es ein solides “Making of” und eine unausgestrahlte Version des Pilotfilms mit teilweise anderen Darstellern. Angesichts des Preises für die Box empfehle ich jedoch, zuerst einmal zu “Buck Rogers” zu greifen – deutlich mehr Entertainment für deutlich weniger Geld.

Teilen möchte ich mit euch eine Stunt-Schlamperei, die mir schon in den 80ern aufgefallen ist. Wir lernen unseren Helden “Jesse Mach” kennen, als er mit einem Polizeimotorrad über ein paar Autos springt, im Stil von Evil Knievel.

Das Bike sieht dann erstmal so aus:

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Eine Sekunde und einen Schnitt später hat es deutlich “abgespeckt”:

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Ach ja: Echte 80er-Fans klicken auf alle Links in diesem Beitrag…

“Dr. Hope”-Quoten zum und im Zweiten: Das Haus bleibt gerockt

Gepostet am 23. März, 2010 um 09:14 Uhr
Kategorien: Film, TV & Presse, In Arbeit, Neues.

Ich kann in Frieden sterben: 5,6 Millionen Zuschauer, 17 Prozent Marktanteil, satte 9,4 in der Zielgruppe. Keine Sensation, aber sehr gut. Vergleichbar mit “Margarethe Steiff”. Schön.

Im Sport nennt man das einen Arbeitssieg.

Diese Zahlen gleichzeitig “toll”, “stark” UND “mäßig” zu finden – dazu muss man wohl Fabian Riedner heißen…

Film Funnies

Gepostet am 21. März, 2010 um 12:23 Uhr
Kategorien: Film Funnies.

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“Dr. Hope”-Quoten auf arte: Wir können das Haus als gerockt betrachten

Gepostet am 20. März, 2010 um 20:03 Uhr
Kategorien: Film, TV & Presse, Gedanken, Neues.

Ich war gestern Abend im Theater. Shakespeare: “Viel Lärm um nichts”. Exzellente Inszenierung.

Ich konnte nur hoffen, dass zur gleichen Zeit viele Menschen vor dem Fernseher sitzen, um sich “Dr. Hope” anzuschauen. arte ist sicher nicht der Maßstab, aber ein guter Indikator für das Zuschauerinteresse allgemein.

Auf der Zielgeraden gab es nochmal gemischte Gefühle: SPIEGEL online gönnte sich einen Verriss, während die FAZ sehr positiv urteilte.

Weil ich samstags nicht regulär an die Quoten komme, bat ich Thomas Lückerath von DWDL, die Quoten zu vermelden, wenn sie gut sind – und sie mir per Email zu schicken, wenn sich eine Meldung nicht lohnt.

Ich war heute auf der Autobahn, auf dem Weg nach Düsseldorf, als mir die Zahlen durchtelefoniert wurden.

Ihr habt es schon gehört: Die Quoten sind da – und sie sind exzellent.

1,2 Millionen Zuschauer, darunter viele aus der werberelevanten Zielgruppe – und zum zweiten Teil stiegen die Quoten sogar, was einen Rückschluss zulässt, wie es den Leuten gefallen hat.

Es rumort in mir, ich kann damit gar nicht recht umgehen. Das Gefühl, nach sieben Jahren nicht “für die Katz” gearbeitet zu haben, ist überwältigend. Die Wut, dass es mir an einigen Stellen so schwer gemacht wurde, ist noch nicht verraucht. Und die Frage, was dieser Erfolg mittelfristig bedeutet, ist nicht zu beantworten.

arte war die Kür, ZDF nächste Woche ist die Pflicht.

Trari trara, die Post ist da!

Gepostet am 19. März, 2010 um 10:15 Uhr
Kategorien: Film, TV & Presse, Neues.

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“Dr. Hope” Special (4): Die Autoren

Gepostet am 19. März, 2010 um 09:45 Uhr
Kategorien: Film, TV & Presse, Gedanken, In Arbeit, Neues.

Mit Katrin Tempel habe ich folgenden Text für das ZDF-Pressematerial verfasst.

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((c) ZDF und Erika Hauri)

“Der lange Weg zu Hope Bridges Adams Lehmann”

Die Geschichte von Hope Lehmann ist einzigartig, und ein Geschenk für jeden Autor. Es kommt selten genug vor, dass man auf einen Stoff stößt, der sich geradezu aufdrängt, der erzählt werden will.

“Die Hoffnung stirbt nie” – so lautete der erste Untertitel für “Dr. Hope”. Und daran haben wir uns auch immer wieder festgehalten. Denn der Weg von der ersten Idee bis zum fertigen Film war lang …

Das Leben dieser Frau ist zu üppig, zu unglaublich für einen Zweitei­ler. Alle ihre Ziele, ihre Freunde, ihre Pläne – es hätte leicht für einen Vierteiler gereicht. Also war von Anfang an nicht die Frage “Was müs­sen wir noch erfinden, damit die Handlung richtig spannend wird?”, sondern: “Was müssen, was können, was dürfen wir weg lassen?”

Die Liste wurde mit jedem Treffen mit den Produzenten länger. Hopes Übersetzungen für ihren langjährigen Bekannten August Bebel? Ein schönes Detail, mehr nicht. Ihre Pläne für den zweisprachigen Kinder­garten? Ein neuer Erzählstrang, der mehr als 30 Minuten in Anspruch nehmen würde. 30 Minuten, die wir nicht hatten. Die Begeisterung von Carl Lehmann für die Berge, sein Engagement für Berghütten, seine Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche für die Lamsenjochhütte? Eine Nebengeschichte, die nichts mit Hope zu tun hat. Ebenso seine Verwicklungen mit den Freiburger Sozialistenprozessen. Szenen mit dem Heimatdichter Ludwig Thoma im Dachauer Biergarten? Gestri­chen. Der “Gastauftritt” von Lenin? Er fiel erst in der letzten Fassung raus.

Der Literatur-Nobelpreisträger William Faulkner hatte Recht: “Du musst bereit sein, deine Lieblinge zu töten.”

Dabei waren wir Drehbuchautoren nicht die einzigen, die unter der strengen Zeitvorgabe litten. Auch die Produzentin Claudia Rittig ver­liebte sich in Szenen und Figuren, von denen sie sich dann wieder verabschieden musste.

Ein weiteres Problem: Welche Sprache hatten die Menschen im aus­gehenden 19. Jahrhundert? Es ist ein Dilemma: Einerseits darf es nicht so staubig und verzopft klingen, dass der moderne Zuschauer sich nicht “einhören” kann – andererseits sind moderne Ausdrücke und Sprachbilder ein Tabu. Uns halfen zeitgenössische Briefe, Berichte, Romane. Am Ende stand eine verfilmbare “Kunstsprache”, die den Eindruck von Klassik erweckt, ohne unangemessen getragen zu wir­ken.

In manchmal endlos scheinenden Diskussionen, bei Recherchen in so vielen Archiven, formte sich – über vier Jahre hinweg und am Leben von Hope Lehmann orientiert – eine Geschichte, so tragisch wie hoff­nungsfroh, so lebensbejahend wie erschütternd.

Kaum jemand kann sich vorstellen, wie schön es ist, nach sieben Jah­ren Arbeit endlich den fertigen Film zu sehen. Die Dialoge von den Lippen der Schauspieler zu hören. Und dabei zu merken: Es fehlt nichts. Die gestrichenen Szenen und Personen mögen wir schmerzlich vermissen – aber die Stärke dieser ungewöhnlichen Frau sorgt dafür, dass wir auf das Ergebnis stolz sind. Und dankbar, dass wir mit Hope sieben Jahre verbringen durften.

“Dr. Hope” Special (3): Heike Makatsch-Interview

Gepostet am 18. März, 2010 um 13:04 Uhr
Kategorien: Film, TV & Presse, In Arbeit, Neues.

“Den Mut, Regeln zu brechen, kenne ich auch”

Interview mit Heike Makatsch

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Dr. Hope ist nach Margarete Steiff und Hildegard Knef eine wei­tere Person der Zeitgeschichte, die Sie verkörpern. Worin be­steht für Sie der Reiz, in historische Rollen zu schlüpfen?

Bei Hope, wie auch bei Margarete Steiff, ging es nicht darum, eins zu eins die Biografie einer berühmten Person zu verfilmen. Diesen An­spruch erheben wir nicht, aber wir wollten einen gewissen Grad an Authentizität erreichen. Es machte großen Spaß, eine Figur zu ent­werfen, die zwar kein Abbild der echten Hope ist, aber so gelebt ha­ben könnte, mit ihren Taten, ihrem Kämpfergeist. Ich wollte sie so dar­stellen, dass man das Feuer spürt, das in ihr brennt, und glaubhaft herüberbringen, warum sie so gehandelt hat.

Was ist für Sie das Besondere an Hope?

Sie musste Widerstände überwinden und Tabus brechen. Wenn man sich vorstellt, dass Frauen damals kein Abitur machen oder studieren durften… Sie konnten heiraten, und ein Beruf stand nicht zur Debatte. Hope hatte aber gar nicht das Gefühl, Grenzen zu überschreiten oder bewusst einem Rollenmodell zu widersprechen, sondern sie hat ein­fach getan, was sie für richtig hielt. Sie wollte nur ihren Weg gehen.

Wie viel “Hope” steckt in Heike Makatsch?

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