Wortvogels Kurzkrimi zum Jahreswechsel: Niemand tötet an Silvester

Gepostet am 31. Dezember, 2009 um 12:00 Uhr
Kategorien: In Arbeit, Neues.

Unter dem Pseudonym “Lars Henrikson” habe ich in der aktuellen Ausgabe der LandIdee einen zweiseitigen Kurzkrimi geschrieben. Folgende Vorgaben wurden gemacht: Es sollte ein “procedural” sein (die ersten beiden Ausgaben hatten schon Geschichten, in denen gepeinigte Frauen damit davon kommen, ihre Männer zu ermorden), um den Jahreswechsel spielen, und bei den Charakteren und den Locations halbwegs die Zielgruppe der LandIdee ansprechen. Keine Ironie, keine übermäßige Gewalt. Unterhaltsam, aber hausbacken also.

Es gibt wohl kaum einen besseren Tag als diesen, um den Krimi hier meinen Lesern zu präsentieren.

Niemand tötet an Silvester

nachtKommissar Heinrich Peters will um diese Uhrzeit nicht mehr vor die Tür. Es ist zu kalt. Es ist zu spät. Und es ist Silvester …

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Movie Mania Minis (12)

Gepostet am 28. Dezember, 2009 um 14:16 Uhr
Kategorien: Film, TV & Presse, Movie-Mania 2009, Neues.

Der Superbulle auf dem Ku’Damm

Italien 1984. Regie: Bruno Corbucci. Darsteller: Tomas Milian, Bombolo, Olimpia di Nardo, Anita Kupsch, Paco Fabrini u.a.KuDamm

Inhalt: Als ein Revue-Star der Transvestiten-Bar “Blue Gay” ermordet wird, muss sich Tony Marroni von der Kripo (aka “Superbulle”) der Sache annehmen. Die Gattin wird belogen, und der beste Freund wird rekrutiert, damit Tony in der schwulen Szene recherchieren kann. Nach allerlei tuntigem Getue führt die Spur zu einem deutschen Regisseur nach Berlin…

Kritik: Die “Superbulle”-Reihe ist in meinen Augen die mit Abstand unerträglichste aus dem großen Schundvorrat der italienischen Serienkomödien, die in den 80ern in die deutschen Kinos gespült wurden. Bei den “Flotten Teens” gab es wenigstens Gloria Guida nackig zu sehen. Hier bekommen wir Tomas Milian mit dick Kajalstift, Waldschrat-Bart, Strickmütze, quietschbunter Jacke, und unvorstellbarem Overall, wie er laut lamentierend Fratzen schneidet, und nebenher Kriminalfälle “löst”, die selbst TKKG zu anspruchslos wären. Knallchargen wedeln mit den Armen, es fällt mal wer hin, und wenn man in den 80ern Dieter Hallervorden als “Schimanski” in den “Tatort” geholt hätte – es wäre wohl sowas dabei rausgekommen.

“… auf dem Ku’Damm” nimmt selbst unter den “Superbulle”-Filmen eine Sonderstellung ein, denn was hier an Sexismus und Homophobie rausgehauen wird, das ist schon ekelhaft. Männer als Frauen reden komisch und schwenken ihre Feder-Boas – mei, wie krachledern lustig! Eine unerträglich dusselige Synchro, und die unpassendste Break Dance-Nummer seit “Macho Man” machen dann endgültig den Deckel drauf:

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Weil die “Superbulle”-Filme tatsächlich hierzulande eine gewisse Popularität besaßen, kamen die Italiener auf die Idee, den dritten Akt nach Berlin zu verlegen, was bloß Augenwischerei ist: drei kurze Szenen auf dem Ku’Damm, eine an der deutsch-deutschen Grenze, plus Anita Kupsch, das muss schon reichen. In Italien hieß der Streifen übersetzt “Marroni im ‘Blue Gay’”.

Fazit: Nicht mal aus nostalgischen Gründen ansehbar. Wir raten ab. Es gibt einen guten Grund, warum der Film laut IMDB auch unter dem Titel “Ein Superesel auf dem Ku’Damm” kursiert…

Dankenswerte Zeitverschwendung: “Battlestar Rhapsody”

Gepostet am 27. Dezember, 2009 um 17:34 Uhr
Kategorien: Film, TV & Presse, Lustiges, Neues.

Es macht mich immer wieder fassungslos und hibbelig vor Begeisterung, mit welcher Entschlossenheit Menschen erhebliche Mengen Lebenszeit und Energie verschwenden, um völlig sinnfreie, aber nichtsdestotrotz bezaubernde Dinge zu kreieren, die sie dann auf den Cyberspace loslassen.

Ich präsentiere mein liebstes virales Video zum Jahreausklang:

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Simon Le Bon (Duran Duran) über seinen Weg vom Christentum zum Atheismus

Gepostet am 27. Dezember, 2009 um 14:26 Uhr
Kategorien: Gedanken, Neues.

Ein Beitrag zum “Atheist’s Guide to Christmas”:

Movie Mania Minis (11)

Gepostet am 26. Dezember, 2009 um 23:39 Uhr
Kategorien: Fantasy Filmf. 09, Film, TV & Presse, Movie-Mania 2009, Neues.

Infestation

InfestationUSA 2008. Regie: Kyle Rankin. Darsteller: Christopher Marquette, Kinsey Packard, Brooke Nevin, Ray Wise u.a.

Inhalt: Cooper hat nicht viel Spaß am Leben – sein Vater respektiert ihn nicht, und in der Firma gilt er als fauler Trottel. Doch eines Tages überfallen riesige Alien-Käfer die Stadt, betäuben die Bewohner, und spinnen sie in Netze. Cooper kann entkommen, und führt eine kleine Gruppe erst auf der Flucht, dann gegen das Nest der Super-Insekten…

Kritik: Manchmal fürchte ich, dass ich mit modernen B-Movies generell zu hart ins Gericht gehe. Ich habe einen qualitativen Mindestanspruch, den der durchschnittliche Zuschauer dieses DVD-Futters augenscheinlich nicht hat. Saubere Kameraarbeit, prima Splatter, und ein paar ausgediente Altstars reichen mir einfach nicht, um in Begeisterungsstürme zu verfallen. Es sind dann Filme wie “Infestation”, die mich beruhigen: geht doch!

Tatsächlich ist dieser billig in Bulgarien gedrehte Käfer-Horror genau die Sorte B-Movie, die mir Spaß macht: temporeich, halbwegs anständig inszeniert, mit ein paar kruden Gags angereichert, und dabei innerhalb der Genre-Klischees noch einfallsreich genug, um nicht zu langweilen.

Dass der durchaus humorvolle Heuler ausgerechnet von einem Veteranen der Trash-Firma UFO, T.J. Sasakegawa, ins  Leben gebracht wurde, überrascht dann doch. Die liefern ja seit “Apokalypse Eis” nicht mehr als Dienst nach Vorschrift ab.

Besonders die Idee, den Protagonisten als vom Leben getretenen Nerd (Christopher Marquette, “Fanboys”) zu etablieren, macht “Infestation” frisch genug, um ihn über die Laufzeit zu retten. Endlich mal ein amerikanisches Setting in einem osteuropäischen Billig-Grusler? Check. Mehr Käfer-Ekel, als in die Laufzeit passen sollte? Check. Einfallsreiches Creature-Design? Check. Abgehalfterter SF-Serienstar? Check (Linda Park). Titten? Check (nicht Linda Park). Humor? Check.

Alles, was ich an “Infestation” kritisieren könnte, von einzelnen Effekt-Shots bis hin zu der wirklich horriblen Charakterisierung der Wetter-Lady mit den Appetit verderbenden Silikon-Brüsten, gehört genau zu den Sachen, bei denen man halt ein Auge zudrücken muss, wenn nicht gerade Sam Raimi auf dem Regiestuhl sitzt. Auch das gigantische Logik-Loch, nach dem eine Großstadt scheinbar ohne jegliche Kenntnisnahme der Restwelt von außerirdischen Käfern eingenommen werden kann, lasse ich durchgehen.

Fazit: Ein Film, der mich für 85 Minuten wieder 16 Jahre alt gemacht hat. Cool.

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Film Funnies

Gepostet am 26. Dezember, 2009 um 14:15 Uhr
Kategorien: Film Funnies.

Kirkdad

Movie Mania Minis (10)

Gepostet am 25. Dezember, 2009 um 21:14 Uhr
Kategorien: Film, TV & Presse, Movie-Mania 2009, Neues.

Tough guys don’t dance

USA 1987. Regie: Norman Mailer. Darsteller: Ryan O’Neal, Wings Hauser, Debra Sandlund, Isabella Rossellini, Frances Fisher u.a.Tough Guys

Inhalt: Tim Madden ist ein geprügelter Hund. Der gescheiterte Schriftsteller muss seine reiche und untreue Ehefrau Patty ertragen, deren einziges Ziel es ist, Geldquellen aufzumachen, um in der Society noch weiter aufzusteigen. Eines Morgens erwacht er mit einem frischen Tattoo, schmerzhaften Verletzungen, einem Blackout – und abgesägten Köpfen in seinem Marihuana-Versteck. Beim Versuch, die Ereignisse zusammen zu puzzeln, kommt ihm mehrfach der psychopathische Polizeichef Regency in die Quere, der mittlerweile mit Tims großer Liebe Madeleine verheiratet ist. Anscheinend geht es um einen sehr großen Koks-Deal, und den Tod (u.a.) der ehemaligen Pornodarstellerin Jessica…

Kritik: Kennt ihr das, dass man über einen Film stolpert, der wirklich nach keinem Maßstab “gut” zu nennen ist, der aber trotzdem eine echte Entdeckung darstellt? “Tough guys don’t dance” ist so einer. Er kommt aus der kleinen Gruppe von “anspruchsvollen” Cannon-Produktionen, mit denen sich Golan und Globus in Hollywood Respektabilität erkaufen wollten. Sie ließen dem großen Norman Mailer freie Hand bei der Umsetzung seines Romans, und herausgekommen ist ein wirklich sehenswertes Debakel.

Ein total deplatziert wirkender Ryan O’Neal mit schaurigen Frisuren, der in einer Kombination aus Flashbacks und Blackouts versucht, seine Beteiligung an mehreren Morden und Drogendeals nachzuvollziehen – alles vor der Kulisse eines malerischen Dorfes an der Ostküste. Es wird von Anfang bis Ende in Mengen gekokst, dass Christoph Daum vermutlich ganz schwitzige Finger bekäme, und keiner der Beteiligten scheint Interessen jenseits von Sex und Drogen zu haben.

Das ist alles derart hilflos zusammen gestümpert, dass es schon wieder Spaß macht. Besonders die Tatsache, dass Norman Mailer offenbar nicht ansatzweise verstanden hat, dass sich prätentiöse Roman-Dialoge nicht 1:1 in Drehbücher übernehmen lassen, sorgt für solide Lacher. Die Kirsche auf der Torte ist dann noch der völlig unpassende und fies schlechte 80er-Rocksong “Real Man” während des Nachspanns.

Zur echten Perle wird “Tough guys” aber erst, wenn man erkennt, dass es sich hierbei um einen Proto-“Twin Peaks” handelt, eine noch sehr krude erste Version dessen, was vier Jahre später zum Meisterwerk reifen würde. Setting, Charaktere, Plots – es müsste mit dem Teufel (Bob?) zugehen, wenn David Lynch Mailers Film nicht als Inspiration gesehen hätte. Der Eindruck wird verstärkt durch den Soundtrack von… genau, Angelo Badalamenti. Lynch war halt nur erheblich schlauer als Mailer: Er gab seinem Projekt einen klaren Fokus (den Mord an Laura Palmer), und einen sympathischen Protagonisten (Dale Cooper).

So bleibt “Tough guys” im Vergleich ein kompletter Fehlschlag – aber wenigstens einer, über den man sich mit anderen TP-Fans prima die Köpfe heiß reden kann. Mailer versucht übrigens mittlerweile, das Fiasko als Satire zu verkaufen, die bloß keiner verstanden hätte. Sicher.

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Star Wars Holi(Shit)day Special

Gepostet am 24. Dezember, 2009 um 11:32 Uhr
Kategorien: Film, TV & Presse, Lustiges, Neues.

Wenn ich schon kein Weihnachtsgeschenk für euch habe – der Nostalgia Critic stellt sich seinem schlimmsten Alptraum:

Film Funnies

Gepostet am 24. Dezember, 2009 um 10:41 Uhr
Kategorien: Film Funnies.

ama1

Movie Mania Minis (9)

Gepostet am 23. Dezember, 2009 um 20:12 Uhr
Kategorien: Film, TV & Presse, Movie-Mania 2009, Neues.

Fermat’s Room

Spanien, 2007. Regie: Luis Piedrahita, Rodrigo Sopena. Darsteller: Santi Millan, Lluis Homar, Elena Ballesteros u.a.Fermats Room

Inhalt: Vier Mathematiker lösen ein Rätsel, das ihnen anonym zugestellt wurde. Man lädt sie in ein Lagerhaus, wo sie sich bald in einen seltsamen Raum eingesperrt finden, der von hydraulischen Pressen konstant verkleinert wird, wenn sie nicht am laufenden Band weitere Kopfnüsse knacken. Ihnen droht das Schicksal von Han, Leia, Chewie, und Luke in der Müllpresse des Todessterns. Nebenher stellen sie sich auch noch die durchaus relevante Frage, wer dahinter steckt, und warum man ihnen ans Leder will…

Kritik: Ein perfektes Gegenstück zu “Star Quest”, denn mit vergleichbaren Mitteln liefern beide Filme Ergebnisse, zwischen denen Welten liegen.“Fermat’s Room” ist ein kleiner, aber feiner spanischer Thriller, der mit guten Charakterisierungen, einer gut ausbalancierten Spannungskurve, und verschiedenen Twists zu überzeugen weiß.

Natürlich häufen sich nach einer Weile die bequemen Zufälle, und nicht immer erscheinen die Schlussfolgerungen der Protagonisten wirklich logisch. Auch das Ende ist ein wenig unbefriedigend. Aber als Denker-Krimi kann man den Film allemal Leuten empfehlen, denen es mehr um Grips als um Gore geht. Ich würde den Kollegen von Shivers widersprechen, wenn sie “Fermat’s Room” als Mischung aus “Pi”, “Cube”, und “Saw” bezeichnen. Das weckt Erwartungen im Bereich Genre und Gewalt, die einfach nicht gedeckt sind. “Zehn kleine Negerlein” meets ”Cube” trifft es ganz gut, finde ich.

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Film Funnies

Gepostet am 22. Dezember, 2009 um 21:19 Uhr
Kategorien: Film Funnies.

palance

Movie Mania Minis (8)

Gepostet am 22. Dezember, 2009 um 19:26 Uhr
Kategorien: Film, TV & Presse, Movie-Mania 2009, Neues.

Star Quest: The Odyssey

USA 2009. Stümper: Jon Bonnell. Knallchargen: Aaron Ginn-Forsberg, Davina Joy, Tamara McDaniel, James Ray u.a.Star Quest

Inhalt: Abklatsch des neuen “Star Trek”-Films unter der Ägide der Mockbuster-Macher Maverick. Ich sah mich genötigt, die willkürlichen Vorgänge auf dem Bildschirm derart schnell aus meinem Hirn zu verbannen, dass ich mich jetzt schon glücklicherweise nicht mehr daran erinnern kann…

Kritik: Himmel hilf! Erinnert ihr euch, dass ich angesichts des Trailers von “Star Quest” meinte, so hätte vielleicht auch eine eventuelle “Sumuru”-Serie ausgesehen? Streichen.

Natürlich haben die Asylum- Maverick-Jungs mal wieder jeden Shot, der auch nur als “nicht extrem peinlich” durchgeht, in den Trailer gepackt – der Rest hat nicht einmal Fanfilm-Niveau, und das ist keine Übertreibung. Die Sets sind oft genug nicht mal aus Spanplatten, sondern aus Pappe, der on Location aufgenommene Ton klingt nach Grammophon, und was hier an CGI geboten wird, haben die Jungs um René von Bodisco bei ihren “Star Trek”-Amateurproduktionen vor fünfzehn Jahren schon in den Schatten gestellt.

Charismafreie Gesichtsverleiher sprechen Texte, die irgendwie dramatisch klingen sollen, aber ohne Kontext einfach nur peinlich sind. Man kann sich nur vorstellen, was der Drehbuchautor im Sinn hatte, um den Konflikt zwischen dem irdischen Captain und dem Alien-Botschafter zu etablieren – und was dann im Film als wüste Schlägerei auf einem Parkplatz endete.

Musik, Effekte, Kostüme, Dramaturgie – Boden trifft satz. Die Leckmich-Einstellung der Macher stinkt aus jedem Meter Film. Endlich mal ein SF-Streifen, bei dem jeder von uns mit Fug und Recht sagen kann: “Das könnte ich auch!”

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Movie Mania Minis (7)

Gepostet am 21. Dezember, 2009 um 22:11 Uhr
Kategorien: Film, TV & Presse, Movie-Mania 2009, Neues.

Deathtrap

DeathtrapUSA 1982. Regie: Sidney Lumet. Darsteller: Michael Caine, Christopher Reeve, Dyan Cannon, Joe Siegel u.a.

Inhalt: Bühnenautor Sidney Bruhl hat seit Jahren kein erfolgreiches neues Krimistück mehr geschrieben. Als Clifford Anderson, der Bruhls Lehrgang besucht hat, ihm ein brillantes Erstlingswerk schickt, will Bruhl ihn töten, um es unter seinem Namen heraus zu bringen. Zumindest glaubt das Bruhls Ehefrau Myra. Die Wahrheit ist allerdings nicht weniger kompliziert als Bruhls Arbeiten…

Kritik: “Deathtrap” ist eine Variation von Caines Welterfolg “Sleuth”, in der sich wieder zwei Männer unterschiedlichen Alters (der Senior davon Autor) in einem Landhaus ein Duell auf Leben und Tod liefern, zuerst allerdings nur auf intellektueller Ebene.

Zu meiner Überraschung fand ich “Deathtrap” noch einen Tacken überzeugender als “Sleuth”, weil die Wendungen weniger vorhersehbar, und teilweise auch weniger absurd sind. Die größte Überraschung ist dabei sicher der oft geschmähte Christopher Reeve, der gegen die Routine von Michael Caine nicht nur besteht, sondern sie mit viel Leidenschaft teilweise übertrifft. Er liefert in meinen Augen die Vorstellung seines Lebens, und fühlt sich unter der Regie des Altmeisters Sidney Lumet augenscheinlich wohl.

Wenn man diese Form von Kammerspiel-Krimi klassischen Zuschnitts liebt, sollte man unbedingt zugreifen. Nur der arg altmodische Soundtrack von Johnny Mandel und die Figur der Hellseherin (ein zu offensichtlicher “deus ex machina”) nerven mitunter.

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Film Funnies

Gepostet am 21. Dezember, 2009 um 15:01 Uhr
Kategorien: Film Funnies.

Sex Robots

Es darf übrigens in den Kommentaren geraten werden, aus welchen Filmen die Funnies stammen…

Movie Mania Minis (6)

Gepostet am 20. Dezember, 2009 um 19:01 Uhr
Kategorien: Film, TV & Presse, Movie-Mania 2009, Neues.

Dead of Night

Dead of NightEngland, 1945. Regie: Cavalcanti, Charles Crichton, Basil Dearden, Robert Hamer. Darsteller: Mervyn Johns, Roland Culver, Mary Merrall, Googie Withers, Frederick Valk, Sally Ann Howes

Inhalt: Architekt Walter Craig besucht eine Landpension, der er einen Anbau planen soll. Alles kommt ihm seltsam bekannt vor, sogar die kleine Gruppe von Gästen, die ihm vorgestellt wird. Der Psychologe Dr. Van Straaten hält jedwede Erklärung aus der paranormalen Ecke für Unfug – woraufhin komischerweise jeder der Anwesenden eine passende Anekdote parat hat…

Kritik: “Dead of Night” gilt als Klassiker des britischen Schauer-Kinos – und ich habe keine Ahnung, warum. Ähnlich wie der alberne “Devil Girl from Mars” und “Adel verpflichtet” erzählt der Film seine Geschichte(n) zu altmodisch, distanziert, und vorhersehbar, als dass so etwas wie Spannung aufkommen könnte. Bis auf die letzte Anekdote sind die “gruseligen Vorkommnisse” an Banalität kaum zu überbieten – und wenn es dann endlich (auch auf technischer und dramaturgischer Ebene) zur Sache geht, werden nur die ältesten “Bauchredner wird von Puppe dominiert”-Klischees durchgekaut (die damals zugegebenermaßen noch nicht ganz so alt waren).

Die “Pointe” des Films sieht man dann auch schon aus der Ferne kommen.

Erstaunlich fand ich eigentlich nur, dass Regisseur Crichton immerhin über 40 Jahre später “Ein Fisch namens Wanda” drehte. Das nenne ich Durchhaltevermögen.

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