BILD: Jetzt auch lokal falsch informiert

Gepostet am 30. Mai, 2008 um 00:30 Uhr
Kategorien: Film, TV & Presse, Lustiges, Neues.

BILD hat sich entschieden, auf seiner Webseite künftig auch stärker “Lokalteile” anzubieten, z.B. für meinen Wohnort München. Gleich heute fiel mir ein besonders faktenleichter Beitrag auf (rote Hervorhebungen von mir):
BILD München
Trotz der Tatsache, dass niemand weiß, wo genau und wieso der Strom ausgefallen ist, spricht BILD von der “kompletten Innenstadt”. Das verwundert mich ein wenig, denn in genau der wohne ich, und dort blieben die Glühbirnen erleuchtet.

Ich habe mal auf einem Stadtplan der kompletten Innenstadt die “komplette Innenstadt” der BILD mit einem dicken roten Strich markiert:
Karte München

So ein Comedy-Talent für Deutschland -
nur EINS, bitte, bitte!

Gepostet am 30. Mai, 2008 um 00:00 Uhr
Kategorien: Lustiges, Neues.

Und noch viel mehr hier.

Eine unglaubliche Geschichte

Gepostet am 29. Mai, 2008 um 21:44 Uhr
Kategorien: Neues.

Ich hätte diesen Beitrag von Julian auch als Link in die Empfehlungen setzen können – aber ich möchte mit Nachdruck darum bitten, ihn zu lesen. Es ist eine Geschichte von bösen Menschen und kleinen Geistern, von Neid und Hass, und von der Tatsache, dass man vielen Leuten ihre Drecksackigkeit leider nicht vom Gesicht ablesen kann. Eine Geschichte, die mich wütend macht. Und hilflos. Oder das eine wegen des anderen.

Das Superlativ und die Realität

Gepostet am 28. Mai, 2008 um 22:10 Uhr
Kategorien: Gedanken, Neues, Privates.

(c) KFCEben fuhr ich heim vom neuen Kentucky Fried Chicken im Norden Münchens, der PR-Behauptung des Unternehmens nach gar dem größten der Welt. Das kann ich nicht überprüfen, anzweifeln möchte ich es dennoch. Egal: es hat geschmeckt, und die Einrichtung liegt verträglich zwischen Lounge und Café Bar.

Ich liess eine Tankstelle rechts liegen, aus dem Augenwinkel sah ich Benzinpreise von 1,58 Euro von den Leuchttafeln boshaft gackern. Aus Gewohnheit rechnete ich das grob in Deutschmark um, und es traf mich (sicher nicht als ersten):

Und was soll ich sagen? Scheißegal, es geht.

NACHTRAG: Text ersetzt durch tatsächlichen Liedausschnitt.

Great moments in acting (and dubbing)

Gepostet am 26. Mai, 2008 um 00:36 Uhr
Kategorien: Film, TV & Presse, Lustiges.

Mickey Hargitay in “Bloody Pit of Horror” (1965):

Fundgrube Wertstoffhof

Gepostet am 25. Mai, 2008 um 23:44 Uhr
Kategorien: Gedanken, Privates.

In meiner Heimatstadt Düsseldorf ist das mit dem Sperrmüll etwas eigenwillig geregelt: Es gibt “Sperrmülltage”, da stellen die Leute ihren Klump an den Straßenrand, einen Abend lang plündern teils zwielichtige Gestalten in Kleinlastern die Überreste der Wohlstandsgesellschaft, und am nächsten Morgen holt die Stadt den Rest ab. Wer “außer der Reihe” seinen Kram direkt zum Wertstoffhof bringt, muss dafür Gebühren zahlen.

In München muss man läuft das anders, man kann jederzeit mit dem Auto zum Wertstoffhof fahren, und dort kostenlos alles loswerden, was der Haushalt nicht mehr haben mag.

Nun gehört es zur Natur der Sache, dass man bestimmte Dinge nicht ausmistet, weil sie kaputt oder anderweitig unbrauchbar sind, sondern weil sie einem nicht mehr gefallen, weil der Platz fehlt, oder weil man mit der Freundin zusammen zieht. Da lohnt kein Verkauf über die Anzeigenblättchen, aber dem Schlund der Pressen will man so manches gute Stück nicht übergeben.

Genau deshalb hat sich auf den Münchner Wertstoffhöfen eine interessante Subkultur entwickelt, die wie ein Filter zwischen dem Lieferanten und den Containern steht. Teils angestellte, teils “zufällig anwesende” Männer werfen aus der Ferne einen lässigen Blick auch die einkommende Ware, und greifen ab, was noch Profit und/oder Nutzen verspricht: Möbel, Haushaltsgeräte, Videokassetten. Es gibt mittlerweile eigene Baracken, in denen brauchbare Gegenstände zwischengelagert werden.

Gestern habe ich dort folgendes gelernt: Meine zwei alten Küchenstühle sind zwar noch fast wie neu, aber zahlenmäßig unterlegen (nur vollständige Sets mit vier Stühlen scheinen den Minderbegüterten der Stadt zuzumuten) – und es gibt mittlerweile auch einen Nebenraum für entsorgte Bücher! Da ist zwar viel Kappes drin, aber schon nach einer kurzen Übersicht fiel mir eine gut erhaltene Perle in die Hand:
Walter Moers

Ein Film, zwei Trailer – WTF?

Gepostet am 24. Mai, 2008 um 11:38 Uhr
Kategorien: Film, TV & Presse, Neues.

Hier ist der amerikanische Trailer für den neuen Angelina Jolie- Film “Wanted” vom russischen Regisseur der Nightwatch-Reihe:

So schön, so generisch.

Und nun schaut euch mal die russische Version an:

Kino-Kritik: “Postal” – Good luck, Mr. Boll!

Gepostet am 23. Mai, 2008 um 23:37 Uhr
Kategorien: Film, TV & Presse, Neues.

Postal PosterStory: Dem “Postal Dude” geht sein beschissenes Leben noch mehr auf die Eier als Michael Douglas in “Falling Down”: seine fette Frau betrügt ihn, einen Job hat er nicht, und Leben im Wohnwagenpark kotzt ihn an. Gründe genug hätte er, um Amok zu laufen – aber erst als Nazis und Terroristen die Stadt überrennen, greift er zu den Waffen.

Kritik: Ich hatte ja nach dem “In the Name of the King”-Desaster prophezeit, dass kein Boll-Film in den USA mehr einen Kino-Start bekommt, aber so kann man sich irren: Immerhin 17 Kinos konnte das deutsche Wunderkind buchen, um “Indiana Jones” am Startwochenende die Zuschauer streitig zu machen. Gut, in New York muss man bis nach Brooklyn fahren, um “Postal” zu sehen, und das legendäre “Alama Draft House” in Austin zeigt den Streifen nur um Mitternacht – Geschichte wiederholt sich: Auch in Deutschland lief der Streifen praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Doch Häme ist unangebracht, denn (und jetzt mal ganz kurz tief durchatmen) “Postal” ist Uwe Bolls mit Abstand bester Film! Wobei gleich einschränkend gesagt werden muss: Ein guter Boll-Film ist noch lange kein guter Film. Aber wenn man sich vor Augen hält, welche cineastischen Verbrechen wir dem cholerischen Schläger mit den lustig mangelnden Englisch-Kenntnissen zu verdanken haben, dann muss man “Postal” für ein kleines Wunder halten.

Klar: Der Streifen ist zu albern, um Satire zu sein. Boll möchte so gerne provozieren, endlich relevant sein, endlich Gehör finden – und produziert doch nur einen Schrotthaufen schriller Gags. Die erzählerische Anarchie ermüdet spätestens in der zweiten Hälfte. Die ständigen Witze auf Bolls Kosten entlarven sich schnell als Verzweiflung nach dem Motto: “Seht her – ich kann auch über mich selbst lachen!”

Dass die Amerikaner den Film nicht sehen wollen, hängt in meinen Augen weniger mit “political correctness” zusammen, als eher der Tatsache, dass Boll hier von der Hand gefüttert werden will, die er gerade gebissen hat. Für “Postal” einen US-Kinostart zu verlangen ist wie Einlass bei einer Party zu fordern mit den Worten: “Ich würde euch gerne auf den Teppich kotzen, die Katze vergewaltigen, und dann das Bett in Brand setzen.”

Und dennoch: Die erste Viertelstunde ist gut gebaut, Hauptdarstellerin Jackie Tohn auch (DAS wäre eine Bloodrayne nach meinem Geschmack!), Zack Ward ist sympathisch, und “Postal” bietet einfach genug Spektakel, um halbwegs unbeschadet über die Laufzeit zu kommen. Wenn man die eigenen Humor-Erwartungen weit genug runterschrauben kann (unter Zuhilfenahme bewußtseinsbeschränkender Drogen aus Bügelflaschen), lohnt sich der DVD Ausleih für maximal 1 Euro.

Reicht “Postal”, um Boll zu rehabilitieren? Nie im Leben. Boll ist nicht rehabilitierbar. Er ist der Charles Manson unter den Regisseuren. Aber der Film geht in die richtige Richtung – Low Budget-Trash sollte das Zuhause von Leuten wie Boll sein. Sein verzweifeltes Ringen um Respektabilität ist endgültig Geschichte, nun kann er sich Filmen widmen, denen seine Herangehens- weise förderlich ist. Kleine, schmutzige, schnelle Filme.

Willkommen zuhause, Mr. Boll.

Wortvogels Arbeitsproben: “Vollgas”

Gepostet am 22. Mai, 2008 um 20:22 Uhr
Kategorien: Film, TV & Presse, In Arbeit, Neues, Privates.

Vor einiger Zeit dämmerte mir, dass ich den eigentlich Grund, diese Webseite aufzumachen – Präsentation meiner Arbeit – immer vernachlässigt habe. Zwar gibt es hier launige Anekdoten und schräge Geschichten zuhauf, aber die Kategorie Arbeitsproben ist praktisch noch verwaist.

Das soll sich ändern. In den nächsten Wochen werde ich sukzessive Teile meiner Drehbücher und Romane online stellen, und von deren Entstehung erzählen.

Den Anfang macht ein Exzerpt aus der zweiten Fassung des Drehbuchs von “Vollgas!”. Der fertige Film hieß dann auf ProSieben “Vollgas – gebremst wird später”, was ich sehr unglücklich fand. Noch unglücklicher fand ich allerdings, dass der Regisseur der Meinung war, unser Skript kurz vor Drehstart noch einmal “überarbeiten” zu müssen.

Das Ergebnis ist ein schönes Beispiel für die Tatsache, dass das geschriebene und das verfilmte Wort nicht immer viel Ähnlichkeit haben müssen – und dass man dem Autor selten die alleinige Verantwortung für das fertige Produkt geben kann.

Ich empfehle, zuerst einmal das Exzerpt zu lesen: Vollgas!

Und dann könnt ihr euch anschauen, was davon auf dem Bildschirm gelandet ist:

(alternativ: direkter Link zu YouTube)

Warum ich ausgerechnet mit “Vollgas” anfange? Weil der bebrillte Chefarzt, der hier seine Beförderung feiert, im wahren Leben Oberbürgermeister meiner Heimatstadt (und Drehort) Düsseldorf war. Joachim Erwin ist vor zwei Tagen verstorben:
OB in Vollgas

Kino-Kritik: Indiana Jones IV
Never too old for this shit!

Gepostet am 19. Mai, 2008 um 20:26 Uhr
Kategorien: Film, TV & Presse, Gedanken, Neues.

Teaser Poster“Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” – das sollte eigentlich die kürzeste Kino-Kritik aller Zeiten sein, denn was kann man schon sagen? Es ist Indiana Fucking Jones! Reingehen! Der letzte im Kino ist ein Turnbeutel- Vergesser!

Aber so kurzweilig das auch wäre, es befriedigt weder mich noch euch. Also salbader ich jetzt wieder ein paar Absätze lang rum, und rolle die Jones-Historie von hinten auf, bevor wir zu dem Teil mit dem „Reingehen! Der letzte im Kino…“ kommen.

Jäger des verlorenen Schatzes„Jäger des verlorenen Schatzes“ war der erste und einzige 16er-Film, in den ich reingeschlichen bin, obwohl ich eigentlich zu jung war. Ich war nämlich ein paar Tage vor dem Deutschland-Start am 29.10.1981 erst 13 geworden. Und Mann, hat der Film das Haus gerockt! Ein supercooler Typ mit einer Peitsche, der den Nazis eine lange Nase dreht, und dabei eine Todesfalle nach der anderen überlebt. Als ich aus dem Kino kam, wollte ich Indiana Jones sein. Mehr noch, als ich zwei Jahre zuvor Han Solo sein wollte.

SerialIn vielerlei Beziehung ist „Indiana Jones“ als Figur, als Konzept, und als Geschäftsmodell nicht nur ein Rückgriff auf die Cliffhanger-Serials der 30er Jahre, sondern auch ein Antidot zum sozialkritisch-hässlichen Betroffenheitskino der 70er. Eine Ode an die Freude, geboren aus dem Spass an Bewegung, an Pyrotechnik, an Jahrmarktsensationen (nirgendwo deutlicher zu erleben als im zweiten Teil bei der Minen-Achterbahnfahrt). Kino für die Sinne, den Adrenalin-Spiegel, und die ganze große Packung Popcorn.

Indiana Jones und der Tempel des Todes„Indiana Jones und der Tempel des Todes“ war eine massive Enttäuschung, auch wenn diese Erkenntnis bei mir erst über die Jahre reifte. Zu düster, zu brutal, zu sadistisch, und mit der tödlichen Idee, aus Indy zeitweise einen Bösewicht zu machen. Man sagt, Spielberg selbst habe den Film nicht gemocht, und es ist klar zu sehen, warum: Er hat praktisch keinen „sense of wonder“, keine kindliche Spielfreude. Auch bei den meisten Fans kann der Tempel nicht punkten.

Indiana Jones und der letzte KreuzzugWettgemacht hat Spielberg das „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“, schoss dabei aber etwas über das Ziel hinaus. Beste Unterhaltung, gewiss – aber brauchte es Hitler und den Heiligen Gral, Vater Jones und die Rückblenden in Indys Jugend? Trotzdem war der 3. Teil so gut, dass er die Franchise für weitere Filme intakt ließ.

Young IndyLeider verfiel George Lucas auf die blöde Idee, aus Indiana Jones mit der TV-Serie „Die Abenteuer des jungen Indiana Jones“ so eine Art erzählten Geschichtsunterricht zu machen: ehrenvoll in der Absicht, teilweise entsetzlich dröge in der Ausführung. Mehr als zehn Jahre später fummelt er an den Episoden für den DVD-Release so sehr rum wie an seinen ersten drei Star Wars-Filmen. Der Mann kann es einfach nicht gut sein lassen.

Den Rest der 90er verbrachten Indy-Fans mit diversen, teilweise legendären Computerspielen, und einer Sackladung von Gerüchten. Ich hatte sogar mal das angeblich nächste Drehbuch, welches in der Frühzeit des Internets rasend schnell die Runde machte. In jeder Saure Gurken-Zeit kam die Meldung wieder auf: Spielberg schließt neuen IJ-Film nicht aus! Harrison Ford hätte Lust, wieder zur Peitsche zu greifen! George Lucas sucht angeblich schon Locations!

Indiana Jones and the Fate of Atlantis

Alles egal jetzt. Der Film ist fertig, der Film ist da – und der Film…

(mehr…)

Ihr solltet das zuerst von mir erfahren…

Gepostet am 17. Mai, 2008 um 18:51 Uhr
Kategorien: Film, TV & Presse, In Arbeit, Neues.

… aber nun ist es eh schon im Netz – auf der Webseite der Filmförderung Bayern:
Hope Förderung
Auf dieses Projekt bezog ich mich seinerzeit hier – und dort findet man den Link zum Fotovergleich von Hopes Haus 1906 vs. 2007.

Bruce Lee war ein Arschloch

Gepostet am 17. Mai, 2008 um 14:59 Uhr
Kategorien: Film, TV & Presse, Lustiges, Neues.

Wer den Fehler findet…

Gepostet am 16. Mai, 2008 um 22:29 Uhr
Kategorien: Film, TV & Presse, Lustiges.

… darf ihn wie immer behalten:
Mozart für Marsianer
Gefunden bei Florian.

Ha! James Brolin ist gebrandmarkt!

Gepostet am 16. Mai, 2008 um 11:47 Uhr
Kategorien: Film, TV & Presse, Neues.

Westfälische Rundschau vom 16.5.2008:
Brolin Meldung
(Dank an Onkel Filmi für den Scan)

Phase IV der Hellstrom-Chroniken

Gepostet am 15. Mai, 2008 um 12:02 Uhr
Kategorien: Neues.

Lesen.
Phase IV
Ich begrüsse unsere neuen Herrscher, und unterwerfe mich bedingungslos ihrer Gnade.

Die Wortdrohne