Zerbrochene Kinowirklichkeit
Wie mittlerweile jeder wissen müsste, sammle ich obskure Dinge aus dem Bereich Genre-Film – Fotos, Plakate, Zeitschriften, usw. Manchmal kommen mir dabei Dinge unter die Finger, die man zuerst gar nicht glauben möchte. Schlampereien in Pressebüros und bei Verleihern, die Kopfkratzen auslösen – schaut denn da keiner nochmal drüber?
Hier drei schöne Beispiele aus offiziell herausgebenem Pressematerial:

“Megaforce” war eine Trashgranate der frühen 80er, die wir dem Regisseur der “Auf dem Highway ist die Hölle los”-Filme verdanken. Wenn Ronald Reagan “Mad Max” gedreht hätte – “Megaforce” wäre dabei rausgekommen. Barry Bostwick beweist, dass man für Spandex den entsprechenden Body braucht.
Aber man achte mal auf den Ausschnitt unten links:

Beispiel 2 – “Mansion of the Doomed”, aka “Das Haus mit dem Folterkeller”, eine echte 70er-Perle des schlechten Geschmacks:

Knackige Szene. Das hat der Stuntfrau sicher weh getan. Eine gute Promotion-Aufnahme – wenn man nicht genau hinsieht:

Im Filmprogramm-Heft hat man das Bild übrigens so beschnitten, dass das Mikro nicht mehr zu sehen war.
“Space Pirates” war eine SF-Version von “Die Schatzinsel”, die in der ARD als Mehrteiler lief, und als Zusammenschnitt auf Video vermarktet wurde:

Sowohl im Pressematerial des Senders als auch auf diesem Videocover blieb ein kleines Detail unentdeckt:

Wer es nicht gleich erkennt – diese Aufnahme wurde nicht aus dem Blickwinkel der Filmkamera gemacht, und darum ist deutlich das (sogenannte “forced perspective”) Modell zu erkennen, welches im Vordergrund aufgebaut wurde, im im Hintergrund eine große Planetenstation zu simulieren. Die Spalte zwischen Modell und Szenerie ist in der Miniserie natürlich nicht zu sehen.



Ich habe die letzten Tage ja nicht sehr viel gepostet, weil: es ist an der Zeit, durch viele Pitches und in häufigen Meetings neue Projekte an Land zu ziehen, damit der Winter nicht gar so öd wird. Schließlich habe ich mir einen sehr ruhigen Sommer gegönnt, und die Rechnungen zahlen sich noch immer nicht von selbst (obwohl – die reinkommenden Tantiemen sind schon eine prima Sache).
Es ist mal wieder soweit – gegen gutes Geld kann sich der geneigte Leser dieses Blogs eine Ausgeburt meiner wenn nicht kranken, dann doch zumindest fragwürdigen Phantasie zulegen. Unter anderem bei Amazon gibt es die 
Es musste sein: Nach dem Pressescreening eines neuen Films zum Hauptbahnhof gedackelt, und mangels Interesse an richtigem Essen beim Bürgerkönig eingekehrt. Um die Magazine nicht fettig zu schmieren, habe ich mir dieses kostenlose Blättchen mit Konsumkritiken geholt, über die versuchten “Künstlerporträts” gelacht, und dann mal nachgesehen, ob die Schreiberlinge der Postille bei den aktuellen Filmen meiner Meinung sind.



