Email-Dronen finden mich dufte

Gepostet am 28. Februar, 2007 um 05:35 Uhr
Kategorien: Gedanken, Neues.

Ich bin 38. Die Schläfen werden grau. Kellner duzen mich nicht mehr. Teenager lassen sich von mir bei McDonalds sagen, dass sie leise sein sollen.

Ausgerechnet die Firmen, mit denen ich beruflich (und damit finanziell) verkehre, meinen jedoch, mich mit automatisiertem Jovialismus/Infantilismus begeistern zu können.

Aktuelles Beispiel: Ich habe gerade eine Pauschalreise in die Türkei gebucht (kein Urlaub – Arbeit!).

Die Auftragsbestätigung beginnt mit: Hallo lieber Herr Dewi, das mit Ihrer Buchung hat super geklappt.

Wohlgemerkt, hier spricht ein Standardschreiben.

Dann der Mietwagen für ein Wochenende in Düsseldorf.
Als ich den “verbindlich buchen”-Button bei E-Sixt klicke, wird mir gratuliert: Glückwunsch, Herr Dewi. Gut gemietet!

Ich komme mir vor wie ein Dreijähriger, der erstmals allein aufs Töpfchen gegangen ist…

15 minutes of (electric) fame…

Gepostet am 11. Februar, 2007 um 08:56 Uhr
Kategorien: Lustiges, Neues.

Gesehen und fotografiert in Los Angeles:

Action-Aufzug

RO-CKY! RO-CKY! RO-CKY! RO-CKY!

Gepostet am 1. Februar, 2007 um 03:55 Uhr
Kategorien: Film, TV & Presse, Neues.

Rocky BalboaVorab: “Rocky Balboa” ist eine Rückkehr zu den “Wurzeln” der Serie, es geht weniger um den Kampf, als mehr um die Frage, wie Rocky sich selber sieht, wo er im Leben steht, und ob er den Rest seines Lebens in Nostalgie verbringen möchte. Die Entscheidung, ob Rocky kämpft, und ob er eine Chance hat, fällt nicht im Ring – sie fällt in seinem Kopf. Und zwar schon lange vorher.

Aber “Rocky Balboa” ist viel mehr, der Film ist gespickt mit Meta-Ebenen: Niemals zuvor war der Charakter Rocky so genau der Spiegel des Schauspielers Stallone. Jemand, der sich nichts mehr zu beweisen hat, aber der in den letzten Jahren schwer abgebaut hat. Jemand, der von der Legende leben kann, aber immer noch “Sprit im Tank“ hat. Jemand, der weiß, dass er nicht aufhören darf, weil er nicht aufhören kann. “Rocky Balboa” ist so persönlich und intim wie der allererste “Rocky”, der ebenfalls bildlich für den Aufstieg des Außenseiters Stallone stand, der endlich eine Chance wollte.

Auch visuell geht “Rocky Balboa” zurück zu den Wurzeln: Wer perfekt choreografierte, brutale, langgezogene Kämpfe mit allem Schnickschnack sucht, sollte lieber auf DVD “Undisputed 2″ ausleihen. Dieser Film hat nur EINEN Kampf, und der ist nicht zu vergleichen mit den Schlachtfesten Rocky/Clubber oder Rocky/Drago. Rocky hat den Kampf schon gewonnen, als er in den Ring steigt – der Ausgang des Fights ist irrelevant. Und so wird er auch behandelt.

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