MySpace 2006

Gepostet am 28. Dezember, 2006 um 14:10 Uhr
Kategorien: Gedanken, Privates.

CouchIn acht Stunden muss ich los – der Flieger nach Ibiza wartet nicht. Kein Urlaub: Der neue Roman muss nun mit Hochdruck fertig geschrieben werden. Freuen darf ich mich trotzdem, auf 18 Grad und ein tolles Apartment (siehe in den Galerien).

In ein paar Tagen ist Sylvester, und 2007 wird mit Geknaller und Gesaufe begrüßt. Und wie üblich sieht man von links bis rechts, von RTL bis ZDF, von SPIEGEL bis SZ – Jahresrückblicke. Als ich Kind war, gab es “Album – Bilder des Jahres”, und gut war. Aber heute überschlagen sich Print- und Sendemedien, mir Storys aufzuwärmen, die ich gerade freudig vergessen hatte.

Also dachte ich mir: Mache ich das auch mal.

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Ja, ich gucke Ehrensenf – wieso?!

Gepostet am 22. Dezember, 2006 um 16:17 Uhr
Kategorien: Lustiges, Neues, Privates.

ElfSo nichts dazwischen kommt, bringt mich morgen der Zug in die Heimat, damit ich im Kreise der Lieben den Heiligabend verbringen kann. Zehn Stunden Fahrt für zwei Stunden “James Last plays Christmas” und Rehrücken in Rotweinsauce – irgendwann rechne ich das mal gegen…

Auch auf Grund der berichteten Arbeit an meinem Roman ist es mir heuer gelungen, dem Trubel komplett aus dem Wege zu gehen. Einziges Zugeständnis: Eine flinke Wanderung über den Weihnachtsmarkt am Opernpalais in Berlin gestern.

Ich wünsche der (noch) überschaubaren Zahl meiner Leser daher ein Frohest Fest in vergleichbarer Weise.

Und um zu beweisen, dass mir nichts peinlich ist, mache ich mich für euch glatt zum Elf (Sound an und klicken!)

Wir sehen uns zum Jahresrückblick hier und nirgendwo anders…

Verheugen unter- und wieder aufgetaucht!

Gepostet am 19. Dezember, 2006 um 07:47 Uhr
Kategorien: Lustiges, Neues.

Die “Daily Show with Jon Stewart” zu loben ist kein Trendsetting mehr, seit deutsche Programmchefs das Format des Comedy Central-Kanals immer wieder als Leuchtturm für “neue Comedy” anführen.

Gestern erlaubte sich Jon Stewart allerdings einen Gag, dessen Pointe eigentlich nur deutsche Zuschauer zu würdigen wissen: es ging um die für amerikanische Ohren albernen Namen der UNO-Generalsekretäre am Beispiel des Neulings Ban Ki-moon, der bald Kofi Anan ablöst.

Stewart witzelte darüber, dass es noch Kandidaten mit schlimmeren Namen hätte geben können, und illustrierte das mit einem beliebig gephotoshoppten Bild:

ds-verheugen.jpg

Missbrauchtum

Gepostet am 8. Dezember, 2006 um 13:19 Uhr
Kategorien: Gedanken.

Mein Blog heißt nicht ohne Grund “Wortvogel”. Ich liebe Wörter. Ich liebe Sprache. Ich liebe alles, was daraus hervorgeht – Gespräche, Bücher, Lieder, Theaterstücke, Filme. Wer mich kennt weiß: Der Dewi redet genauso gerne, wie er schreibt.

Sprache ist mehr als die Übermittlung von Information, oder die Verbalisierung von Gedanken und Gefühlen. Sprache hat Ebenen, Subtexte, Geheimnisse, Codes. Wir verstecken in ihr oft mehr, als wir enthüllen.

Sprache ist auch Macht, und wer sich die Sprachhoheit sichert, kontrolliert eine der Stellschrauben menschlicher Kultur, und letztlich der Geschichte. Das wissen wir nicht erst seit Orwells “1984″, aber seither sollte es Allgemeingut sein, Schulwissen.

Und aus diesem Grund empfinde ich rar gewordene Empörung, wenn Sprache missbraucht wird, wenn im großen Stil Wörter verdreht und verweigert, wenn Definitionen gebeugt werden, um zu einer gewünschten Wahrnehmung zu passen.

Lenny Henry, einer der großartigsten Komiker Englands, hat den Sprachmissbrauch in einer Nachrichtenparodie mal sehr schön auf den Punkt gebracht, als man die von Störfällen geplagte Nuklearanlage Windscale in Sellafield umbenannte, um den belasteten Namen aus der Presse zu halten: “Windscale has been renamed Sellafield because it sounds nicer. In other news, radioactivity will in future be known as magic moon beams.”

Die Beispiele, um die es mir heute geht, sind nicht neu. Sie sind auch in den letzten Monaten immer wieder aufgegriffen und angeprangert worden:

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Aus meiner geheimen Schreibwerkstatt (2): Hinfallen JA, liegenbleiben NEIN!

Gepostet am 3. Dezember, 2006 um 09:59 Uhr
Kategorien: In Arbeit, Neues, Privates.

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So, es hat länger als erwartet gedauert, aber heute möchte ich (auch auf die zähe Nachfrage des Herrn Sixtus) mal wieder berichten, wie es mit dem Roman voran geht.

In zwei Worten: Nicht gut.

Und das gibt mir ausreichend Material, euch mal über meine Schulter gucken zu lassen. Im Leid liegt ja bekanntlich mehr Spannung als in der Freude…

Was ist passiert? Nun, ich habe die 200 Seiten-Marke mittlerweile solide übersprungen. Das entspricht nicht ganz meinen Planungen, nach denen ich mich schon der 300er-Marke nähern müsste. Aber wenig im Leben ist so planbar wie die Kreativität, und das gilt für eine solche Herkulesarbeit gleich doppelt.

Das handwerkliche Problem (zuwenig Seiten für den geplanten Abgabetermin) ist schnell erklärt – mein Haus brauchte eine neue Hypothek, und zwei Produzenten wollten sehr kurzfristig (= sofort) Drehbuchkonzepte. Für sowas muss Zeit sein, denn aus vierseitigen Drehbuchkonzepten werden gerne mal fünfzigseitige Drehbuchaufträge, und solche tragen die gerade schon erwähnte Hypothek. Hinzu kommt eine spastische Bronchitis, die mich nachts schwer schlafen lässt, und eine generelle Schreibunlust am Ende eines Jahres, in dem ich mehr zu Papier gebracht habe, als in den vergangenen zehn Jahren zuvor. Kurz gesagt: Ich bin sowohl ausgelaugt, als auch ein wenig überfordert.

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Perlen des deutschen Films (1)

Gepostet am 2. Dezember, 2006 um 16:40 Uhr
Kategorien: Film, TV & Presse, Lustiges, Neues.

Realistische Dialoge, glaubwürdige Charaktere – der Wortvogel präsentiert seinen neuen Lieblingsfilm:

YouTube Preview Image

Bei der “Darstellerin” handelt es sich übrigens um Porno-Aktrice Gina Janssen, die Ende der 70er auch mit Jess Franco drehte.